Verein der Militärmotorfahrer in den Kantonen OW, NW und UR

Mountain Road 2025

Bereits zum 10. Mal fand diese Übung nur mit den Fahrzeugen Mercedes G300 statt. Vorteil ist, dass hier Strassen befahren werden können, die eben nur für die kleinen Armeefahrzeuge ideal sind.

Erwartungsvoll und bei idealem Wetter konnte die Übungsleitung in den Personen von Benno und Herbert die Teilnehmer im ALC Rothenburg begrüssen. Nach den ersten Informationen versprach dieser Anlass - in Form der MOUNTAIN-ROAD (also mehrheitlich in den Bergen) - interessant und anspruchsvoll zu werden. Bald nach der Fahrzeugübernahme ging es gemäss Kartenbeschrieb in 2-er Teams los. Zuerst nördlich bis Bertiswil, dann via Thorenberg und über die neue Rengglochstrasse ins Nidwaldnerland. Stans, Ennetmoos und dann über die hohe Brücke (eine 100 Meter tiefe Schlucht wird hier via eine Holzbrücke überquert) nach Flühli Ranft.

Nun wurde es das erste Mal etwas alpin. Da die Strasse eng ist, mussten einigen Zivil- und Bauerngespannen ausgewichen werden. Via Sachseln ging es dann weiter über den Brünigpass nach Brienz und dann dem rechten Seeufer entlang bis Interlaken. Via Wilderswil hinein ins Lauterbrunnental und dann begann in Lütschenthal der Aufstieg. Hat jemals schon jemand das Bergrestaurant Hintisberg besucht? Ich jedenfalls nicht. Also schraubten wir uns von 700 m. ü. M. auf 1800 Meter Kehre und Kehre hoch. Je höher wir kamen, desto interessanter war die Aussicht.

Oben angekommen, wurden wir eingewiesen. Auf der Veranda des Berghauses Hintisberg liessen wir uns mit selbstgemachten Knöpfli und einer Wildbratwurst - serviert durch die Gastgeberin Liz - verwöhnen. Es blieb auch genügend Zeit, das prächtige Bergpanorama Finsteraarhorn, Eiger, Mönch und Jungfrau zu bewundern.

Bald schon ging es wieder bergab, allgemeine Richtung Interlaken. Diesmal dem andern Ufer am Brienzersee entlang bis Innertkirchen. Von dort Richtung Englistenalp. Bei der Verzweigung Wagencheer benutzten wir dann die Militärstrasse und traversierten den Hang von Winterlicken nach Reuti und Hasliberg. Kurz nach der Brünigpasshöhe, und nach der Schwingplatzkurve führt eine Strasse zum sogenannten Chäppeli runter. Diese war offiziell nach dem Felssturz am Brünig gesperrt.

Herbert hatte aber eine Durchfahrtsbewilligung bei der Kantonspolizei OW eingeholt. Diese Strasse ist ebenfalls interessant zu befahren. Den Felswänden entlang geht es bis nach Lungern Bahnhof. Nicht zu verpassen war die grandiose Aussicht auf den Lungerensee. Von dort befuhren wir dann die A8 Richtung Luzern. Wer hier mit dem nun fast täglichen Stau vor dem Sonnenbergtunnel gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Zügig erreichten wir bei strahlendem Sonnenschein wieder das ALC Rothenburg.

Etwas mehr Arbeit gab es dann bei der Fahrzeugreinigung. Die angetrockneten Rückstände der Alpabtriebe die wir unterwegs angetroffen hatten, waren mehr als hartnäckig. Aber auch diese Hürden wurden elegant und mit genügend Wassereinsatz gemeistert und die Fahrzeuge standen bald sauber gereinigt wieder in Reih und Glied auf dem Waschplatz.

Benno und Herbert konnten nach gut 250 km unfallfreier Fahrt eine äusserst zufriedene Teilnehmerschar in das wohlverdiente Wochenende entlassen.

Besten Dank an die beiden Organisatoren, es hat Spass gemacht. Bis zum nächsten Jahr, wenn es dann wieder heisst: Start zur MOUNTAIN-ROAD 2026.

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Abbildung: VBS/DDPS - Thomas Cunz CC BY-NC-ND 3.0 CH