Strada Nora 2025
Am Freitagmorgen hatte es noch in Strömen gegossen. Zum Glück hellte sich das Wetter bald auf und beim Einrücken der Teilnehmer zeigte sich der Himmel bereits von der freundlichen Seite.
Nach der Begrüssung durch die Organisatoren Norbert und Herbert, Ausweiskontrolle und Erklärungen zur geplanten Übung konnten die Teilnehmer die Fahrzeuge übernehmen. Eingeteilt in sechs Zweierteams verliessen alsbald drei MBG 300 und drei IVECO Lastwagen 6x6 das Logistikzentrum in Rothenburg. Zuerst ging es zügig auf der Autobahn Richtung Urnerland. In Flühlen verliessen wir die Autobahn, um dann in Altdorf den Anstieg Richtung Klausenpass zu nehmen. Weiter oben umhüllte uns bald einmal der Nebel, was dazu führte, dass die schöne Landschaft über den Pass nicht bewundert werden konnte. Beim Abstieg auf den Urnerboden lichtete sich bald einmal der Nebel. Die Kühe waren bereits ein paar Tage zuvor heruntergeholt worden, so dass hier mit Vorsicht gefahren werden musste, da die Weiden nicht eingezäunt sind und die Kühe gerne einmal die Strasse zu den Weideplätzen kreuzen.
Bald einmal erreichten wir dann Schwaden im Glarnerland. In Mollis fuhren wir dem Flugplatz entlang und konnten den riesigen Holzstier des ESAF bei der Durchfahrt bewundern. Offenbar waren da bereits mehrere Anlässe am Laufen, waren die Rollpisten doch bereits vollständig mit parkierten Autos belegt. Via den Kerenzerberg erreichten wir bei Dunkelheit dann unsere Unterkunft Neu-Schönstatt in Quarten. Nach dem Bezug der Zimmer wurde noch in gemütlicher Runde ein Abendplättli genossen.
Am nächsten Morgen und sechs Uhr waren bereits die ersten Kameraden schon wieder auf den Beinen. Ab sieben Uhr war das Morgenessen angesagt und dies mit einem grandiosen Buffet. Gemäss Übungsleitung war die Abfahrt auf acht Uhr angesetzt. Dies, weil an diesem Tag noch eine grosse Strecke zu bewältigen war. Ronny Wachter als Einheimischer erklärte uns kurz vor dem Start die umliegenden Berge und wo interessante Ausflugsorte zu finden wären.
Nach der Befehlsausgabe ging es im flotten Tempo nach Walenstadt, via Autobahn nach Chur, dann bis Thusis. Nun kam der erste Aufstieg Richtung Splügenpass und gleich weiter über den San Bernardino. Aus Zeitgründen wurde aber der Tunnel kurz vor der Passhöhe durchfahren. Hingegen konnten wir die schöne Berglandschaft trotz dem grossen Verkehrsaufkommen geniessen. Es ist halt immer noch Ferienzeit und daher waren verschiedenste Länderschilder an den Fahrzeugen auszumachen. In Castione ging es weiter Richtung Gotthardpass. Die Übungsleitung hatte uns noch ermahnt, die Ausfahrt in Faido zu nehmen, da Stau vor dem Gottardtunnel zu erwarten war.
Und es war dann auch so. Via Kantonsstrasse erreichten wir Airolo, um dann den nächsten Pass in Angriff zu nehmen, der Nufenenpass. Es lohnt sich immer, durch das schöne Bedrettotal zu fahren, um diesen Pass zu erklimmen. In weiten Kurven schraubten wir uns auf bis die Passhöhe auf fast 2500 Meter, um dann die Abfahrt nach Ulrichen zu nehmen. In Ulrichen war das Mittagessen im Restaurant Alpina angesagt. Auf Grund der vielen Velofahrer, Biker und Autofahrer hatte sich unsere Ankunft etwas verspätet. Daher konnten wir erst um viertel vor Eins anstelle von zwölf Uhr essen. Der Wirt servierte uns aber trotzdem ein perfektes Mittagessen, einen Salat als Vorspeise und danach ein Rindsgeschnetzeltes nach ungarischer Art, Reis und Gemüse. War sehr fein.
Auf Grund der vorgerückten Zeit nahmen wir bald danach die restlichen Höhenmeter unter die Räder. Richtung Gletsch. Der Rhonegletscher ist aus dieser Sicht verschwunden und nur noch abgeschliffene Felsen zeugen vom gewaltigen Gletscher, der hier einmal war. Via den Grimselpass erreichten wir Meiringen, um dann den Brünigpass in Angriff zu nehmen. Eigentlich hatten wir auf Grund des Felsabruch kurz nach der Brünigpasshöhe und Rotlichtphasen, mit einem grossen Stau gerechnet. Aber dem war nicht so. Zügig ging es runter nach Sarnen und dann auf der Schnellstrasse A8 Richtung Luzern. Und auch hier fast kein erwarteter Stau vor dem Sonnenbergtunnel und so trafen wir bald nach vier Uhr nachmittags im ALC Rothenburg ein.
Die nachfolgenden Routinearbeiten wie Auftanken, Fahrzeug abspritzen und Papierausfüllen waren dann bald einmal erledigt. Bei der Schlussbesprechung war das OK des Lobes voll. Keine Unfälle, keine Probleme mit den Fahrzeugen, aber etwas müde Fahrer und Beifahrer. Nicht verwunderlich, hatten wir doch in diesen beiden Tagen über fünfhundert Kilometer gefahren und über 5500 Höhenmeter gemeistert.
Trotzdem bleibt uns allen diese STRADA-NORA 2025 in bester Erinnerung und wir freuen uns bereits auf die Ausgabe 2026. Wohin wird uns dann diese Übung verschlagen? Lassen wir uns überraschen.
