Mountain Road 2020

September 2020

Eigentlich war eine andere Übung für diesen Tag geplant gewesen. Da aber auf Grund der aktuellen Corana-Situation der Tagesablauf so nicht umgesetzt werden konnte, wurde kurzerhand die Übung MOUNTAIN ROAD geboren. Die Idee dahinter, Fahren im Hochgebirge, auf schmalen Strassen und nur mit Kleinfahrzeugen des Typ MBG 300.

Im ALC Emmen wurde gestartet. Nach der Einführung und Erörterung des Übungs-ablaufes durch Matthias und Herbert, sowie der Bildung von 2er Gruppen, wurden die Fahrzeuge übernommen. Anschliessend ging es auf die Strecke, mit dem Ziel, Witenwassern auf rund 2‘200 m.ü M. Doch wo genau liegt denn dieses Gebiet? Ein Kartenstudium und Infos über die GMMU Webseite (was für ein Fortschritt der Technik), war bald mal klar, dies liegt im Gebiet von Andermatt.

So weit so gut. Nach Verlassen des ALC führte die Strasse zuerst über die Autobahn, durch den Seelisbergtunnel bis nach Amsteg. Dort verliessen wir die Autobahn, via Kantonsstrasse bis nach Göschenen, dann die Schlucht hoch bis auf die Höhe Andermatt. Nun kam der nächste Fixpunkt. Richtung Realp. Hier startet doch die Furka Oberalp Dampfbahn? Ja richtig, entlang den Geleisen und dann ging es in vielen Win-dungen um Hügel, höher und höher, an Alpweiden und Hütten vorbei bis dort, wo die Strasse auf einem grossen Parkplatz endete. Hier ging es nur noch zu Fuss weiter. Aber dies war ja nicht unsere Vorgabe. Also Fahrzeug wenden, Motor abstellen und dann kurz an die frische Luft. Wirklich kühl war es auf dieser Höhe, die Sonne leicht verdeckt und ein zügiger Wind pfiff um die Ohren. Dann lieber wieder ins warme Fahrzeug und von dort aus die herrliche Bergwelt geniessen. Aber schon bald ging es weiter zum nächsten Fixpunkt: Bäzstrasse. Wo war nun dies wieder? GMMU Webseite gab die Antwort. Zurück bis Andermatt, dann Richtung Göschenen, aber schon im ersten Tunnel nach der Teufelsbrücke war links eine fast unsichtbare Einfahrt. Hier war Vorsicht beim Abbiegen geboten, da viel Verkehr bergwärts.

Nach der Durchfahrt durch den kleinen Tunnel öffnete sich eine wunderbare Aussicht auf das Göschenertal und dann ging es nur noch hoch. Enge Kurven, steiler Anstieg, aber eine gut ausgebaute Naturstrasse, aber immer in den Kurven geteert, jedoch nur mit einer Bewilligung zu befahren. Kurve und Kurve fuhren wir hoch, kleine Staubfahnen hinterher ziehend und immer noch wollte die Strasse nicht enden. Unglaublich, aber auch Mountainbiker hatten diese Strasse für den Samstagsausflug gewählt. Manch einer vermutlich leicht fluchend, nachdem der Konvoi durch war, und der Staub in der Luft dick über der Strasse flog.

Nun wurde die Strecke flacher und dann ging es lange gerade aus, aber immer noch leicht ansteigend, erreichten wir das GMMU Schalon, das eine steile Strecke nach unter vorgab. Hier hat die Armee ein paar massive Steinhäuser errichtet und das Ganze nennt sich Rossmettlen. Wird aber nicht mehr direkt durch die Armee bewirtschaftet.

Mittlerweile war es Mittag, Hunger meldete sich und weit und breit kein Restaurant. Was hatte hier die Übungsleitung vorgesehen? Aber halt, war da nicht ein leichter Geschmack von gebratenem Fleisch durch geöffnete Fenster hereingekommen? Gab es da allenfalls etwas zum Knabbern? Und schon wurden wir durch Herbert auf einen Parkplatz eingewiesen. Parkordnung erstellen und dann auf die Suche nach dem feinen Geruch. Und tatsächlich, braune und weisse Bratwürste, bereits grilliert, warteten auf die Fahrer. Bald hatte sich jeder seine Wurst gesichert, und mit Beilagen wurde das feine Grillgut genossen. Ein Kaffee mit einem süssen Gebäck rundete das feine Mal ab. War eine super Idee der Übungsleitung.

Eine fantastische Aussicht von hier mit dem Gemsstock, Sicht auf den Gotthardpass und Richtung Furka-Pass. Hier war es auf rund 2‘100 m. ü. M. etwas wärmer, leichter Sonnenschein, aber ebenfalls ein zügiger Wind.

Nach dem feinen Imbiss und der Orientierung durch Matthias ging es wieder die gleiche Strecke zurück. Hier war vorsichtiges Fahren gefragt und nur mit reduziertem Tempo konnten die engen Kurven befahren werden. Fast zuunterst gab es nochmals einen Halt und auf einer Aussichtsrampe konnten wir die weit unten liegende Teufelsbrücke einsehen. Imposant auch, wie die Reuss sich hier ihren Weg nach unten sucht.

Bei der Ausfahrt aus dem Tunnel in die Galerie stand Matthias und winkte uns auf die Kantonsstrasse. Nicht ganz ungefährlich bei diesem Verkehr. Über den Kreisel bei Andermatt stachen wir in die Schöllenen, um dann auf der Autobahn Rothenburg zu erreichen.

Die nachfolgenden Arbeiten wie auftanken, abspritzen, Formulare ausfüllen etc. waren reine Routinearbeiten und wurden speditiv ausgeführt.

Anlässlich der Übungsbesprechung durch Matthias hatten alle nur lobende Worte für diesen Anlass und der Wunsch, eine solche Übung auch im nächsten Jahr zu wieder-holen, war nicht zu überhören.

Eine Woche später fiel in diesem Gebiet bis 20 cm Neuschnee. Da wären dann Kettenmontage angesagt gewesen….! Zum Glück blieben wir da verschont.

Anmerkung: Schaut euch doch die Bilder dieser Übung an. Hat wirklich Spass gemacht, herzlichen Dank an die Organisatoren.