Kollektivfahrschule Herbst

9. September 2021

Der Nebel hing tief als ich in den AS Emmen in Rothenburg einfuhr. Schon hatte sich eine stattliche Anzahl Teilnehmer für diesen Kurs eingefunden, darunter auch drei Polizisten aus Obwalden.

Anton Britschgi als Übungsleiter empfing die Teilnehmer, und nach einer Covid-Zertifikatprüfung und Ausweiskontrolle marschierten wir zu den Fahrzeugen. Dort stand auch ein Duro neuer Generation nebst den bekannten IVECO 4x4, 6x6 und Mercedes MBG 300.  Die Strecke konnte wie bereits an früheren Kursen auf der Homepage der GMMU abgerufen werden, und gliederte sich in vier Teilstrecken. Nach der Fahrzeugübernahme und kurzer Angewöhnung im Areal des AS fuhren wir los. 

Via Ruswil, Grosswangen über Menznau ging es Richtung Kaffeehalt, und zwar auf den 1023 Meter hohen Menzberg. Wer nun hoffte, aus dem Nebel in die Sonne zu fahren, wurde arg enttäuscht. Obschon der Nebel immer dichter und dichter wurde, die Feuchtigkeit auf den Scheiben zu sehen war, und es fast den Anschein machte, doch noch aus dem Nebel auf dem Menzberg herauszukommen - Fehlanzeige und kühle Temparaturen. Also die Fahrzeuge motorfahrergemäss in Reih und Glied aufstellen und ab ins Restaurant an die Wärme. Dort empfing uns der Gastgeber und ein jeder wurde auf das Covid-Zertifikat geprüft. Dann gab es ein feines Kaffee und auch ein Nussgipfel durfte nicht fehlen. An der Wand hing ein Bild mit einer wunderschönen herbstlichen Aussicht vom Menzberg, die wir leider so nicht geniessen konnten…

Gestärkt verliessen wir alsbald den gastlichen Ort um wiederum nach Menznau hinunter, dann Willisau, Gettnau, Zell ins Lutherental einzufahren. Auf der Höhe der Ortschaft Hofstatt bog die Strasse Richtung Eriswil ab. Nun ging es über diverse Hügel mit Namen Grunholz, Bärengrabenchnubel etc. um auf den 1140 Meter hohen Ahorn zu gelangen. Aber auch hier, gleiches Bild wie auf dem Menzberg. Grau, trüb, nass, kalt. Keine Sonne. Also, sofort an die Wärme. Beim Eintritt ins Restaurant auch eine Zertifikatskontrolle. Im gemütlichen Restaurant konnten wir dann in kameradschaftlicher Runde feine Älplermakronen geniessen und zum Dessert erhielt jeder eine selbstgewählte Glacekugel mit Rahm.

Satt nach diesem feinen Essen führte der Weg runter nach Eriswil, Wyssachen, Guggisberg nach Sumiswald. Diese Strecke war wie von Toni angekündigt, sehr eng und gerade mal Lastwagenbreit. Da an diesem Tag waren wenige Ausflügler unterwegs waren und nur ein paar Warnschilder darauf hinwiesen, dass hier gejagt wird - natürlich Wild und nicht Lastwagenfahrer, konnte diese Passage problemlos durchfahren werden.

Ab Sumsiwald führte die Strecke via Huttwil nach Zell, von dort nach Altbüron, dann über den Riken nach Ebersecken und Schötz. Via Ettiswil nach Sursee, dem rechten Sempacher Ufer entlang via Nottwil und Neuenkirch zurück nach Rothenburg. Nach der Einfahrt in das AS Emmen waren die Abgabearbeiten angesagt. Also auftanken, abspritzen, Fahrtenkontrollheft ausfüllen, restlichen Papiere wie Zustandsrapport, Übernahmeprotokoll und WEMA-Arbeitsanleitung ausfüllen. Neu dabei auch ein Blatt mit den Aufgaben für die Motorfahrer der Militärischen Vereine als eine Art Checkliste «vor der Abfahrt und bei der Rückkehr». Nach dem gewissenhaften Ausfüllen der Papiere und mit der persönlichen Unterschrift auf den Formularen für das wahrheitsgetreue Ausfüllen der Unterlagen, konnte auch dieser Teil der Fahrübung erfolgreich abgeschlossen werden.

Anlässlich der Übungsbesprechung waren alle Teilnehmer des Lobes voll für diesen Tag und Anton konnte alsdann die zufriedenen Teilnehmer in den wohlverdienten Wochenendurlaub entlassen.

Besten Dank an Anton und Norbert für die Organisation, hat Spass gemacht und gerne wieder im Jahr 2022.
(Norbert war an diesem Tag in Dänemark mit der Luftwaffe)