Kollektivfahrschule Herbst

Die Wetterprognosen für diesen Tag verhiess nichts Gutes und zum Teil war Dauerregen angesagt. Beim Eintreffen im ALC Rothenburg war die Strasse noch trocken, aber die ersten Tropfen waren schon auf der Windschutzscheibe zu sehen. War ja zu erwarten gewesen…!

Nach der Begrüssung durch die Kursleiter Toni und Norbi begaben wir uns zügig zu den Fahrzeugen, um diese für die Fahrt vorzubereiten. Danach gab es eine kurze Befehlsausgabe für die Fahrstrecke Teil 1 für den Vormittag. Via der GMMU Webseite konnte die Strecke elektronisch eingesehen und mittels einer Zusatzfunktion auch so aktiviert, dass der aktuelle Standort während der Fahrt immer sichtbar war. Wirklich eine tolle Sache und die zusätzlich abgegebene Karte nur noch eine Nothilfe für im Fall, dass der Akku des mobilen Telefons schlapp machen sollte. (Besten Dank an Matthias für diese elektronische Unterstützung, die GMMU ist absolut im Trend der modernen Zeit.)

Rasch verliessen wir dann den Park um in Richtung Ruswil die Strecke in Angriff zu nehmen. Der Regen war nun unser ständiger Begleiter. Im flotten Tempo erreichten wir Wolhusen, hoch nach Entlebuch, um via Wiggen und Marbach den Schallenbergpass zu erreichen. Wo sonst viele Motorradfahrer ihre Pause machen, waren wir fast die Einzigen. Ein kurzes Kaffee und ein Nussgipfel und schon bald ging es weiter Richtung Kiesen, dann durchs Gürbental und bald in den Anstieg Richtung Gantrisch. Eigentlich sollte dort ein wunder-schönes Bergpanorama zu sehen sein, aber hier war nur Nebel, Regen und Kälte. Ein-zweimal riss die Nebeldecke kurz auf und es konnte ein kurzer Blick auf die umliegende Berge erhascht werden. Dann ging es runter in den Sangerenboden. Kurvenreiche Strasse und mit den IVECO 4x4 leicht gefährlich beim Bremsen mit dem Retarder, da das Fahrzeug hinten zu leicht ist und daher gerne ausbricht. Dann kam der Abzweiger Richtung Schwarzsee. Vor Ort ein riesiger Parkplatz, der bei schönen Wetter dem Ansturm der Wanderlustigen kaum genügen kann. Heute war aber fast niemand vor Ort. Im Restaurant Gypsera wartete bereits ein feines Mittagessen mit einem Dessert in Form von Schokoladenmousse auf uns.

Nach dieser Stärkung und einer Befehlsausgabe für Teil II der Übung fuhren wir weiter Richtung Marly, um dann den langen Anstieg zum Jaunpass in Angriff zu nehmen. Unterwegs wurden wir kurz von zwei Alpabtrieben aufgehalten. Schön geschmückte Kühe zogen an uns vorbei, geführt von Frauen und Männer in Tracht. Super anzusehen, trotz dem regnerischen Wetter. Oben auf der Passhöhe ein schönes Bergpanorama? Fehlanzeige. Trüb und Nass und unfreundlich auf rund 1‘600 m ü.M. Also gleich weiter runter bis Boltigen, dann weiter nach Spiez und auf der Autobahn in zügigem Tempo gegen Meiringen und dann hoch zum Brünigpass. Ohne Zeitverlust beim Lopper erreichten wir dann wieder unseren Startpunkt, das ALC Rothenburg.

Normalerweise ist die Abgabe eine Routinenarbeit. Wenn aber plötzlich die ganze Tankanlage offline ist, dann ist guter Rat teuer. Zum Glück ist beim Tor noch eine zusätzliche Tankmöglichkeit und mit einer Zeitverzögerung und Umorganisation konnten dann die Fahrzeuge getankt werden. (Danke Matthias für die reibungslose Umdisponierung für die Betankung).

Um 17.45 Uhr erfolgte die obligate Übungsbesprechung der Übungsleitung. Ca. 320Km waren unfallfrei gefahren worden. Allen besten Dank für das disziplinierte Fahren trotz dem garstigen Wetter. Danach wurden wir in den Wochenendurlaub entlassen.

Den Organisatoren, Toni und Norbi besten Dank für die tolle Ausfahrt und gerne nächstes Jahr wieder.