Jahresrückblick 2022

Jahresbericht des Präsidenten

zu Handen der 79. ordentlichen Vereinsversammlung vom 3. Februar 2023

Das Jahr 2022 dürfte in die Geschichte eingehen. Lange Zeit durften wir uns nur mit Masken in den öffentlichen Räumen bewegen. Die Chinesen trieben dies fast zum Absurdum und verbannten das Volk in eine geschlossene Quarantäne. Dies hatte einen fast-Stillstand der Marktwirtschaft weltweit zur Folge, sind wir da doch sehr stark von diesem Land für Materiallieferungen abhängig. Dann plötzlich eine 180 Grad Kehrtwende. Alles ist wie früher, d. h. das öffentliche Leben wird wieder angekurbelt, alle dürfen nach draussen. Und was passiert? Das vorher eingedämmte Covidvirus breitet sich rasend schnell in der Bevölkerung aus und damit haben sie ein Eigengoal geschossen. Da hat unser Bundesrat einiges besser gemacht, obschon viele damit nicht einverstanden waren. Ab Ende März wurde die Maskenpflicht aufgehoben und das freute auch uns, denn nun konnten wir unsere Übungen wieder einfacher gestalten.

Der sinnlose Krieg in der Ukraine zeigt mit aller Härte einmal mehr auf, dass keine Geländegewinne oder Verluste ohne die mitleidende Zivilbevölkerung erfolgen können. Und nicht genug damit, beginnt es nun an allen möglichen Ecken in der Welt mit Aufständen und drohenden Kriegsgefahren genug Zündstoff für weitere Eskalationen zu geben. Und diese Brandherde sind nicht sehr weit von uns entfernt. Da müssen wir wachsam bleiben.

Das Schadenszentrum VBS hat bekannt gegeben, dass in naher Zukunft eine absolut neue digitale Version des Schadenprotokolls geben wird. Die Idee ist, dass solche Schadenprotokolle dann über das mobile Telefon erfasst werden können. Ob dies dann auch den erhofften Vorteil mit einer schnellen Übermittlung sein wird, steht in den Sternen. Denn ohne eine gute Ausbildung für diese gut gemeinte Webapplikation dürfte die Fehlerquote sicher hoch sein und kaum den erhofften Vorteil bringen. Da ist die altbewährte Papierform sicher immer noch ein Vorteil, und die Fehlerquote dürfte da sicher tiefer liegen. Ich will damit nur ausdrücken, dass nicht alles in digitaler Form Altbewährtes ersetzen muss.

Die GMMU ist im Dachverband weiterhin ein sehr aktiver Verein. Aber es gibt auch andere Vereine, die mit dem Besetzen der Vorstände grosse Mühe haben und damit die Voraussetzung zum Überleben unter diesen Umständen nicht gerade aussichtslos, aber um einiges erschwert wird. Wir sind nach wie mit einem initiativen Vorstand sehr gut aufgestellt und dies kann man auch an den Anlässen unter dem Jahr mit Freude erkennen. Zudem sind die positiven Feedback immer einen Ansporn, hier weiterhin aktiv zu bleiben. Ich verweise hier auf den Bericht des technischen Leiters, Hptm Matthais Reimann, der diese Anlässe in seinem Jahresbericht unter die Lupe genommen hat.

Unsere Webseite kommt frisch und interessant daher. Webseiten sind nur aktuell, wenn die Daten unterhalten und aktualisiert werden. Ansonsten sind dann die Besuche auf solchen Webseiten eher die Ausnahme. Nicht so bei der GMMU. Zu jedem Anlass gibt es einen Bericht mit Fotos. Zudem sind die Ausschreibungen immer zeitgerecht aufgeschaltet und die Anmeldungen können online erfolgen. Ein paar einfache Eingaben und man ist schon dabei. Zudem werden mittels einem Erinnerungsmail die angemeldeten Teilnehmer ein paar Tage davor auf den Anlass nochmals sensibilisiert. Dies hat sich in der Vergangenheit gut bewährt und wir sind laufend daran, diese Möglichkeiten der Anmeldung zu verfeinern.

Das provisorische Jahresprogramm 2023 ist bereits seit ein paar Tagen aufgeschaltet. Macht doch Gebrauch davon und notiert euch die Daten bereits in eure Agenda. Nun bleibt mir an dieser Stelle allen, die uns den reibungslosen Ablauf unserer geplanten Anlässe ermöglicht haben, herzlich zu danken. Sei es das AOL-Aussenstelle in Rothenburg oder die Bewilligungs- und Dispostelle der LBA sowie meiner Kameradin und Kameraden im Vorstand. In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein erfolgreiches Jahr 2023 und freue mich auf ein weiteres erfolgreiches Jahr mit der GMMU.

Euer Präsident
Herbert Haas

Jahresbericht des Technischen Leiters

zu Handen der 79. ordentlichen Vereinsversammlung vom 3. Februar 2023

Das zurückliegende Vereinsjahr war nach den Covid-Beschränkungen der letzten Jahre eine willkommene Rückkehr zur früheren Normalität. Unsere Veranstaltungen konnten wieder gewohnt, planmässig und unfallfrei stattfinden. Die gesunde Rückkehr nach Hause muss unser oberstes Ziel bleiben und wir Alle wurden dieses Jahr daran erinnert, dass dies nicht selbstverständlich ist. Am 25. Juni dieses Jahres stürzten zwei Kameraden der Tessiner Sektion am Sustenpass über 200 Meter in den Tod.

Unsere beiden Kollektivfahrschulen fanden am 12. Mai und 8. Oktober bei guten Bedingungen und starker Beteiligung statt. Die Fahrstrecken im Bereich Muotathal-Albis sowie Uri-Schwyz-Zug hatten doch einige Besonderheiten zu bieten. Im Frühling fuhren wir auf schmaler Bergstrasse im geschlossenen Verband und im Herbst war mit dem Besuch der Schwerverkehrskontrollstelle Erstfeld ebenfalls ein interessanter Einblick möglich.

Auch unsere langjährigen Klassiker Strada Nora und Forest Road wurden von zahlreichen Mitgliedern besucht und hatten einige Erlebnisse zu bieten. Unsere Übung Forest Road, die traditionell nur mit Kleinfahrzeugen absolviert wird, war im Bereich Entlebuch-Glaubenbüelen auf schmalen Strassen geplant worden. Die Albabtriebe waren da schon gelegentlich im Gange, wie wir es uns von den herbstlichen Übungen schon gewohnt sind.

Die zweitägige Übung Strada Nora fiel dieses Jahr etwas ausgedehnter aus und führte uns am Freitagabend bis nach Fiesch VS, wo wir einen ausgelassenen Abend mit zünftigen Platten verbrachten. Nach einem guten Frühstück führte die Strecke das ganze Rhonetal hinunter und über den Col du Pillon, danach retour über Saanen, Thun und das Entlebuch. Alle Besatzungen verbrachten einen erlebnisreichen, fordernden und anstrengenden Tag auf der Strasse. Sie wurden entschädigt durch gute Wetterbedingungen, malerische Landschaften und ein tolles Erlebnis.

An dieser Stelle möchte ich noch daran erinnern, dass über alle Veranstaltungen auch online ausgiebig und mit vielen Fotos berichtet wird. Vielen Dank den Fotografen und Autoren der Berichte.

Verkehr und Transport der Armee

Bei der Truppe sind mittlerweile die alten Fahrzeuggenerationen fast vollständig verschwunden. Saurer-Lastwagen und Puch wurden liquidiert und mit neuen Fahrzeugen von Iveco und Mercedes ersetzt. Von der ersten Duro-Generation befinden sich nur noch Fahrzeuge mit Spezialaufbauten im Feldeinsatz, alle übrigen Fahrzeuge wurden bereits umgebaut.

Fast alle neuen Fahrzeuge sind massiv schwerer als ihre Vorgänger, dafür besser ausgestattet mit allem erdenklichen Komfort, Sicherheitseinrichtungen und umweltschonenden Techologien. Beheizbare Spiegel, Klimaanlagen, Einzelsitze, Stabilitätsprogramme, Abgasreinigung und Radios gehören neu zum Standard im Militär. Dafür sind aber auch die Nutzlasten und Personenkapazitäten auf ein Minimum geschrumpft, die Feldtauglichkeit ist nicht mehr gewährleistet und selbst kleinere Schäden werden unfassbar teuer.

Im Bereich der Lastwagen werden nun auf der Iveco-Basis auch allerhand Spezialfahrzeuge beschafft, darunter Muldenkipper, Sattelmotorfahrzeuge (u.a. mit Brückenelementen der Genie), Kranwagen und Wagen mit splittergeschützten Kabinen. Die Modernisierung ist im Bereich Verkehr und Transport weiterhin stark spürbar.

Ausblick Vereinsjahr 2023

Das kommende Vereinsjahr bietet mit einem gewohnt umfangreichen Veranstaltungsangebot zahlreiche Möglichkeiten Fahrpraxis zu sammeln und die fachdienstlichen Kenntnisse zu festigen. Es geht darum, die Grundfertigkeiten des Motorfahrers zu üben. Im Jahresprogramm sind einerseits die bekannten Klassiker zu finden, andererseits gibt es im Frühjahr einen Technischen Kurs, für den wir eine besondere Überraschung geplant haben. Es werden dort Fertigkeiten vermittelt, die auch privat sehr nützlich sein können. Mehr sei noch nicht verraten.

Das Jahresprogramm 2023 wurde frühzeitig provisorisch online veröffentlicht. Ich freue mich auf ein weiteres Vereinsjahr mit möglichst starker Beteiligung. Wegen zunehmend schwieriger Fahrzeugverfügbarkeit in den ALC ersuche ich alle Mitglieder um frühzeitige Anmeldung zu den Veranstaltungen.

Nach diesem vierten Jahr als Technischer Leiter blicke ich auf eine interessante Zeit in dieser Funktion zurück und möchte gerne allfällige Interessenten einladen, sich zur Wahl zu stellen. Gerne würde ich in den nächsten Jahren einem neuen TL diese Aufgabe übergeben.

Reimann Matthias
Technischer Leiter