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Kollektivfahrschule 2

Samstag, 12. Oktober 2019

Ein stahlblauer Himmel und rund 8° warm, ein idealer Tag kündigte sich für diese Ausfahrt an. Schon bald wurde es auf dem Parkplatz vor der Log Ausstelle Emmen laut. Die ersten Fahrer trafen ein und dies aus allen Himmelsrichtungen. Emsiges Treiben war auch schon vor dem Eingangstor auszumachen, die Luzerner Kameraden waren ebenfalls mit Fahrzeugen an diesem Tag unterwegs. Zwei Kameraden der GMMU rückten mit je einem IVECO 4x4 ein. Warum nicht mit dem Privatwagen, sondern gleich mit einem Lastwagen?

Nach der Begrüssung durch Toni und Norbert - die heutigen Übungsleiter - klärt Herbert auf. Da sich viel mehr Kameraden für diesen Anlass gemeldet hatten, war das Fahrzeugkontingent zu klein. Dank einer Nachbestellung via Othmarsingen konnten zusätzliche Fahrzeuge akquiriert werden, und diese wurden an diesem frühen Morgen durch René und Ernesto überbracht. Herzlichen Dank. Zwei Kameraden der Obwaldner Kantonspolizei waren ebenfalls dabei und zum ersten Mal an diesem Anlass nahm auch Kurt Widmer aus Weggis teil. Daher stellte Herbert kurz den Vorstand und die GMMU vor, bevor es dann an die Ausweiskontrolle, Gruppenbildung und Erklärung des Tagesablaufes ging. Danach erfolgte das Fahrzeugfassen. IVECO 4x4, 6x6, Wabra 8x8, Iveco Kipper und MBG 300 sowie Mercedes Sprinter, also eine reiche Auswahl an Fahrzeugen war vorhanden.

Schnell war die Fahrzeugwahl in den Gruppen erfolgt und die Übernahmen im Gange. Gemäss Toni sollten die ersten Fahrzeuge den Park um 08.30 Uhr verlassen und auf die Strecke gehen. Die Strecke war via Routenbeschrieb, Kartenmaterial und Handy definiert worden (via GMMU Webseite hatte Matthias die Strecke zusätzlich interaktiv aufgeschaltet). Sollte man sich auf der Route verlieren, ein Griff zum Handy und schon war der Standort wieder gefunden. Eine geniale Sache, entspricht den heutigen modernen Möglichkeiten, oder eben typisch GMMU.

Via Eschenbach, Küssnacht, Brunnen, Schwyz, Sattel, Biberbrugg führte die Strecke zum Sihlsee. Hier war eine 400m lange Brücke zu überqueren. Die Breite ist mit 2,3m und 16t beschildert. Damit trotzdem ein Kreuzen mit den privaten Fahrzeugen möglich war, musste der Gegenverkehr durch Matthias auf der einen Seite geregelt werden. Somit gab es keine Friktionen und keine unnötigen Manöver auf der Brücke. Über die Sattelegg führte die Route ins Vorderthal. Da an diesem Tag sehr viele Ausflügler die gleiche Idee wie wir und den Wägitalersee als Ziel ausgesucht hatten, konnten wir nicht bis Innerthal fahren. Da hatte Toni die zündende Idee. Der Fahrzeugtross wurde militärisch korrekt und getarnt abseits der Strasse in einer Sackgasse im Wald geparkt. Dann erfolgte ein kurzer Shuttle mit dem Sprinter zum Gasthaus Stausee Wägital, wo uns ein super Mittagessen draussen auf der Veranda bei herrlichem Sonnenschein erwartete. Wer noch nie dort war, unbedingt einmal privat hin. Ein Rundgang um den idyllischen See in diesem prächtigen Talkessel, wirklich empfehlenswert!

Nach dem Mittagessen und zurück bei den Fahrzeugen, führte uns die Strecke über Schänis, Lachen, Schindellegi bis Samstagern, wo eine Viehveranstaltung mit Umzug einen kurzen Halt notwendig machte. Unzählige geschmückte Kühe zogen mit viel Glockengeläut an uns vorbei, eben typisch schweizerisch und folkloristisch. Nachdem die Strasse wieder frei war, ging es weiter über Knonau, Sins nach Hildisrieden. Dort scherten die beiden IVECO 4x4 aus Othmasingen aus und fuhren weiter zur Abgabe an ihre Basis. Die restlichen Fahrzeuge erreichten Rothenburg nach kurzer Fahrt.

Die anschliessende Betankung, Fahrzeugreinigung mit Wasserhochdruck (Kuhmist in den Radkasten, etc.), ausfüllen der Fahrzeugpapiere, all dies reine Routinearbeit. Anschliessend erfolgte die Übungsbesprechung. Alle Teilnehmer waren des Lobes voll und auch von der Seite der Übungsleitung waren nur positives Feedback zu hören. Kein Unfall, diszipliniertes Fahren, gute Kameradschaft. Dass sich Kurt und Trix spontan für einen Beitritt zur GMMU entschieden, war das Sahnehäubchen an diesem gelungenen Tag. Herzlichen Dank an die Organisatoren. Gerne nächstes Jahr wieder!