Zum Hauptinhalt springen
zurück zur Meldungsübersicht

Rückblick Mirage Standlauf beim Mirage Verein Buochs

Eine Handvoll GMMU’ler wollten sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, als der Mirage Club Buochs zu diesem Event einlud.

Treffpunkt war um 10.00 Uhr beim sogenannten Bremshaus in Ennetbürgen. Der Ex-Mirage Pilot und Präsident des Mirage Verein Buochs, Ferdinand Meyer erklärte an Hand von einer Diaschau die Beschaffung der Mirage und was die Besonderheiten dieses Flugzeuges waren. Dieses Flugzeug war mit doppelter Mach Geschwindigkeit seiner Zeit weit voraus.

Das Parlament genehmigte im Jahr 1961 870 Millionen Franken für die Beschaffung von hundert französischen Mirage-III-Kampfflugzeugen. Nach massiven Budgetüberschreitungen konnten nur 57 Einheiten beschafft werden. Diese Flugzeuge lösten damals den Hunter ab. Die Schweizer Mirages wurden ab 1966 abgeliefert und in eine Aufklärungsstaffel (12 Stück), eine Trainingsgruppe (3) und in zwei Jagdstaffeln (je 21) eingeteilt. 1969, 1971 und 1983 wurden insgesamt vier Schulungsflugzeuge nachbeschafft. Insgesamt wird der bis 2003 währende Einsatz der Mirage bei der Schweizer Luftwaffe als Erfolg bewertet.

Aber auch die besondere Bewaffnung wie auch die Kleider der Piloten und das umfangreiche Archiv konnte bewundert werden. Dann erfolgte der eigentliche Höhepunkt des Anlasses: der Standlauf des im Flugzeug eingebautem Triebwerkes in der Bremszelle. Mit einem leisen Knistern und feinen Summen startete das Treibwerk problemlos, wo dann durch die Spezialisten bei verschiedenen Umdrehungen die erreichten Werte geprüft und protokolliert wurden. In einer Viertelstunde und einer kühlen Umgebung; - bedingt durch die Frischluftzufuhr für das Treibwerk- war der Standlauf durch und gut 500 Liter Kerosen durch das Treibwerk geflossen resp. verbrannt worden. Eine wirklich imposante Vorführung.

Anschliessend gab es im wärmeren Büro des Standlaufgebäudes ein kurzes Apèro wo noch viel diskutiert und erklärt wurde. Ein paar trafen sich dann noch beim Mittagessen im Schützenhaus Herdern wo der Hausherr Pius ein feines Gericht servierte.

Besten Dank an den Mirage Club Buochs und vor allem an Ferdinand Meyer für seine interessanten Ausführungen.