Anhängerfahrschule

Diese Übung stand erneut unter den Vorgaben der Covid-19 Pandemie und konnte unter Einhaltung der allgemeinen Vorgaben von Bund, Kanton und des Dachverbandes VSMMV erfolgreich durchgeführt werden.

Damit möglichst wenig Kontakt untereinander stattfand, rückten die Teilnehmer gestaffelt im Log Center Aussenstelle Rothenburg ein. Dort standen die IVECO für die Kategorie 930 und für die Kategorie 920 Mercedes MBG 300 bereit. Zudem gab es die dazugehörigen Anhänger 85 und 87 zu fassen.

Hier tauchte die erste Frage gleich auf. Wie hänge ich den Anhänger in der richtigen Reihenfolge ans Zugsfahrzeug? Nun, beim Anhänger 87 für die MBG 300 konnte der elektrische Stecker nicht angeschlossen werden. Warum nicht? Die Lösung fand sich auf dem Zugfahrzeug in der Werkzeugtasche und war eigentlich ganz simpel: Ein Adapter. Nun da das Problem gelöst war, ging es für diese Equipe auf die Strecke.

Mittlerweilen war die 2. Crew eingetroffen und konnte den ersten IVECO 4x4 GL mit Anhänger 85 übernehmen, ankoppeln und nach einer Proberunde im Park auf die Strecke. Die nächste Equipe traf dann eine halbe Stunde später ein und das Prozedere wiederholte sich.

Die jeweiligen Teams hatten durch den TL die notwendigen Papiere bereits vorgängig elektronisch erhalten und nach dem Verlassen des Parks ging es auf der Autobahn und Überland nach Buochs auf den Flugplatz. Dort warteten diverse Posten für das Manövrieren mit Anhänger auf dem Programm:

Brettfahren recht vorwärts mit Anhänger, Rückwärts versetzt um eine Wagenbreite mit Anhänger, Rückwärtsfahren gerade mit Anhänger, Wenden mit Anhänger etc. Also genug, um in Schwitzen zu geraten. Beim IVECO war wieder einmal klar; Rückwärtsfahren mit dem Anhänger 85, fast nicht sichtbar und mit einer sehr lebendigen Deichsel, fast nicht möglich. Da half die Idee von Benno und Martin mit einer Latte die Anhängerbreite etwas besser zu markieren, nur bedingt.

Nach einer kurzen Pause, mit Kaffee aus dem Thermoskrug und einen feinen Nussgipfel ging es auf die Fahrstrecke. Flugplatz Buochs via Emmen, Hochdorf, Hitzkirch bis Gränichen, dann auf einer schmalen Nebenstrasse über den Rütihof. Hier war präzises Fahren angesagt, denn die Strecke war sehr unübersichtlich und Kreuzen mit einem Anhängerzug fast unmöglich. Da die Strasse aber wenig befahren war, konnte dieser Abschnitt problemlos gemeistert werden und weiter via Gontenschwil, Rickenbach, Beromünster nach Rothenburg zurück.

Vor Ort Fahrzeug tanken, mit Schlauch und Wasser den Staub der Überlandstrecke abwaschen, Zustandsrapporte ausfüllen, Anhänger und Zugsfahrzeug wieder in den Park zurückstellen, eine eingeübte Tätigkeit für jedes Team.

Auf Grund der gestaffelten Einrückzeiten kam bei dieser Übung das Gesellschaftliche generell zu kurz, dafür wurden aber alle BAG Vorschriften eingehalten.

Am Morgen im Log Center, und bis Mittag auf den Flugplatz hatten wir einen Besuch der SAT (Schiesswesen und ausserdienstliche Tätigkeit) in der Person von Stabsadj Stefan Zurfluh. Seine Aufgabe bestand darin, die Covid-Vorgaben zu prüfen und wie diese umgesetzt wurden sowie die Übungsanlage generell. Hier konnten wir bei der kurzen Besprechung mit dem SAT Verantwortlichen eine sehr gute Bewertung abholen. Eben GMMU like.

Generell war dies für alle Beteiligten eine erfolgreiche Übung. Hoffentlich nicht die Letzte in dieser Art.